00:00:13: Hallo und herzlich willkommen im Generation by Podcast.
00:00:17: Dein Podcast mit Inspiration für ein selbstbestimmtes Leben.
00:00:21: Mein Name ist Juliane Rosier, ich bin Wirtschaftspsychologin und Gründerin der Vakademie und freue mich riesig dass du in den Podcast rein hörst!
00:00:28: Du bist hier richtig wenn du die Nase voll hast von einem Lullachtfünfzehn Leben und du dich danach sehnt dir dein Leben so zu gestalten wie du es dir enträumst.
00:00:37: Genau dazu erwarten dich viele Tipps und Inspirationen sowie spannende Interviews mit Personen die genau das bereits geschafft haben.
00:00:46: Heute
00:00:46: gibt es das erste Interview im Jahr, und zwar mit einem ganz besonderen Gast für den ich sogar extra eine Hamburg gefahren bin um sie – es ist nämlich ein weiblicher Gast – zu interviewen.
00:00:58: Ich spreche heute mit Marilena Behrens.
00:01:04: Ja, schwer Sie mit wenigen Worten fortzustellen und Ihr selbst übrigens auch.
00:01:09: Auf Ihrer Homepage bezeichnet sie sich als Podcasterin und Zukunftskünstlerin und schreibt das sie bis heute noch keine Berufsbezeichnung gefunden hat die all Ihre Tätigkeiten in einem Wort zusammenfassen!
00:01:22: Mit ihren sechsundzwanzig Jahren ist sie einer der wenigen, denen ich auf Instagram intensiv folge und ich bin auch großer Fan von ihrem Podcast Sinneswandel den ich auch dir nur ans Herz legen kann sofern du ihn nicht sowieso schon abonniert hast.
00:01:37: So dann lass uns direkt mit dem Interview starten.
00:01:40: viel Spaß dabei!
00:01:44: Liebe Marilena herzlich willkommen im Generation by podcast und schön dass du da bist.
00:01:49: Ich freue mich total heute mit ihr sprechen zu können.
00:01:52: Vielen Dank für die Einladung und ich freue mich hier zu sein.
00:01:55: Ja, sehr gerne!
00:01:57: Ja, magst du dich den höheren als erstes
00:01:59: einmal kurz vorstellen?
00:02:00: Für die, die dich nicht kennen...
00:02:02: Ja, gerne!
00:02:04: Das ist jedes Mal eine Herausforderung, sobald kurz in einem Satz am besten.
00:02:09: Ich bin Maridena, bin sechsundzwanzig und lebe in Hamburg.
00:02:15: Ja, mir fällt es schwer eine Bezeichnung für mich zu finden im beruflichen Sinn um ehrlich zu sein.
00:02:19: Ich arbeite hauptsächlich selbstständig jetzt seit fast drei Jahren, hab ursprünglich BWL studiert, bin jetzt nochmal in einem Philosophie- und Politikstudium, habe einen Podcast der heißt Sinneswandel beschäftigt sich viel mit persönlicher und gesellschaftlicher Transformationen, viel auch Zukunft der Arbeit und Nachhaltigkeit Und ich gründe neben meiner Selbstständigkeit ein gemeinnütziges Kollektiv hier in Hamburg, was Menschen ermutigen soll bei der Gestaltung von alternativen Zukunften sich mitzuangagieren.
00:02:59: Dein Podcast-Sinn, das war gerade das Stichwort.
00:03:02: Den höre ich sehr gerne und folge dir auch sehr gerne bei Instagram und den sozialen Medien und muss sagen dass du mich da immer wirklich sehr inspirierst und ich folge dann nicht vielen Menschen und tatsächlich auch mich dazu bringt meine Ansichten zu reflektieren und darüber nachzudenken.
00:03:20: und ja wirklich zu reflektion über so meine Ansicht.
00:03:27: Du sagst zum Beispiel, dass Arbeit nicht immer eigentlich einen Sinn haben muss.
00:03:33: Richtig?
00:03:35: Das ist eine Frage ja mit der ich mich selber auch seit einiger Zeit beschäftige.
00:03:40: Ich wäre ähnlich wie auch du für eine gewisse Zeit dieses Thema finde dein Warum und deine Berufung oder wie auch immer man das Ganze dann letztendlich nennen mag mich damit auseinander gesetzt und auch viel im Coaching Arbeite unter anderem, wenn nicht derzeit.
00:03:59: Aber
00:03:59: arbeite als Coach und habe aber nach und nach mir immer mehr die Frage gestellt weil ich das Gefühl hatte ähnlich wie ich vor einigen Jahren mir die Frage gestellt hab warum mache ich eigentlich all das was ich mache insbesondere im beruflicher Hinsicht dass es vielen Menschen so zu gehen scheint die das hinter fragen die sich nicht wohl in ihrem Beruf fühlen und das Gefühl haben, dass sie noch mehr aus sich rausholen müssen wollen.
00:04:32: Das hat mich letztendlich dazu gebracht überhaupt eine andere Perspektive nochmal mir anzuschauen nämlich aus der gesellschaftlichen Perspektiv heraus.
00:04:42: was bringt Menschen denn da zu... zu glauben, dass der Beruf einen so hohen Stellenwert hat.
00:04:48: Dass er ein voll und ganz erfüllen muss.
00:04:51: Das war zumindest auch das was ich eigentlich sehr stark befördert habe dieses Gefühl was mir dann nachher aufgefallen ist, dass sich selbst so ein also mir selber auch diesen Druck gemacht haben im Sinne von Ich kann doch nicht einfach nur einen Beruf haben für den ich bezahlt werde der mir aber gar keine Freude bereitet dass das aber gar nicht immer so gewesen ist, dass Menschen nicht von Natur aus danach gestrebt haben.
00:05:16: Dass Arbeit etwas Sinnvolles beziehungsweise etwas geschweige denn was Erfüllendes sein muss, dessen war ich mir gar nicht so bewusst.
00:05:21: also zum Beispiel wenn man zurück in die Antike geht da war Arbeit etwas für Sklaven.
00:05:28: Die wohlhabenden Menschen haben nicht im klassischen Sinne gearbeitet Bücher gelesen oder sich eben mit Politik, oder mit Philosophie oder ähnlichen Dingen beschäftigt.
00:05:42: Und erst nach und nach in den Zeiten der sich die Gesellschaft weiter und auch vor allem die Wirtschaft weiterentwickelt hat ist dieses Paradigma entstanden das uns eigentlich versucht deutlich zu machen wir müssen nicht nur arbeiten sondern wir müssen es auch wollen.
00:05:59: Ich würde gar nicht sagen, dass das nicht etwas sehr Erfüllendes sein kann.
00:06:02: Im Gegenteil, ich liebe das was ich tue zum größten Teil aber es ist keine Voraussetzung für ein gelingendes Leben.
00:06:13: Total spannend weil viele definieren sich über die Arbeit.
00:06:16: Das kriegt man auf jeder Partie mal mit wenn man gefragt wird.
00:06:20: Das ist eine der ersten Fragen wenn man neue Menschen kennenlernt, dass man die Frage gestellt bekommt und was machst du so?
00:06:27: Und man antwortet dann oftmals ich bin und dann kommt halt die Berufsbezeichnung.
00:06:31: Das heißt, man definiert sich ja auch sehr stark damit.
00:06:35: Ich meine es ist ja auch so dass wir sehr viel arbeiten.
00:06:40: Man könnte ja meinen das durch die Digitalisierung
00:06:42: usw.,
00:06:43: dass eigentlich die Arbeitszeit abnehmen müsste.
00:06:47: Klar im Vergleich zu früher zur Industrialisierung arbeiten wir auch schon weniger.
00:06:50: Die Arbeitsbedingungen sind glücklicherweise ein bisschen besser geworden.
00:06:53: Wir haben Wochenende ist ja auch immer mehr in der Debatte, ob die vierzig Stunden Woche reduziert wird auf eine vielleicht dreißig Stundenwoche.
00:07:04: Aber letztendlich es ist halt ... Es ist die Arbeit für viele Menschen das wie du schon gesagt hast worüber sie definieren wer sie sind weil sie ja auch sehr hervorgehoben wird.
00:07:18: also es erscheint sehr erstrebenswert vor allem sich im beruflicher Hinsicht selbst zu verwirklichen.
00:07:26: Wir leben ja in einer extrem individualisierten Gesellschaft, gemeinschaftliche Projekte Ehrenamt spielen leider so zumindest in der Öffentlichkeit finde ich eine untergeordnete
00:07:39: Rolle
00:07:41: und das finde ich eigentlich sehr schade.
00:07:42: und ich glaube dass gerade wenn man beobachtet wie viele Menschen zunehmend Vereinsamen wäre es zumindest glaube ich, oder ich persönlich fände es wünschenswert dass das gerade soziale Berufe auch die oder nicht nur berufe sondern soziale Tätigkeiten ein höheres Ansehen genießen würden.
00:08:05: Ja bei der Industrialisierung hast du gesagt hat man ja damals noch viel mehr gearbeitet als vierzehn Stunden also ist eigentlich schon weniger als früher.
00:08:15: tatsächlich glaube ich geht heute wieder ein bisschen hoch oder gefühlt hoch, weil viele überstunden gemacht werden.
00:08:21: Viele fühlen sich irgendwie total unter Druck gesetzt auch und allein durch das Handy und soziale Medien, dass man abends dann nochmal den Laptop anmacht und dann doch noch mal E-Mails beantwortet, dass mein Gefühl gar nicht mehr so einen richtigen Feierabend hat.
00:08:37: Und auf der anderen Seite fordern das natürlich auch gerade die jungen Leute, die dann sagen, ich möchte eigentlich gar nicht eine Trennung haben.
00:08:44: Auf der anderen seite setzt es aber glaube ich vieler Unterdruck.
00:08:48: Ich glaube, das sind natürlich auch irgendwie Entwicklungen mit denen wir erstmal lernen müssen umzugehen.
00:08:54: Ich glaube es ist teilweise auch sehr konträr.
00:08:56: Auch sind wir Menschen in unseren Wünschen.
00:08:58: einerseits wünschen wir uns Freiheit und Selbstbestimmtheit in unserer Arbeitsweise und ich glaube auch dass das definitiv ein Fortschritt ist, dass Menschen nicht mehr nach Stechuhr arbeiten müssen.
00:09:10: Man muss aber auch einfach natürlich ganz klar berücksichtigen.
00:09:12: Es gibt unterschiedliche Menschen, unterschiedliche Bedürfnisse und nicht jeder wünscht sich eben genau diese Freiheit und es wird auch mit großer Wahrscheinlichkeit nicht von heute auf morgen alles einfach mal so funktionieren.
00:09:24: also das weiß glaube ich fast jede Unternehmerin die einmal ein holokratisches System eingeführt hat in ihrer Arbeit, in ihr Unternehmen und dass das nicht einfach ein Selbstläufer ist sondern dass das ein Prozess ist Gebe ich dir recht, dass das sowohl für Arbeitnehmerinnen als auch für Arbeitgeberinnen definitiv eine Umstellung ist.
00:09:47: Und man einerseits natürlich die Arbeit neben einen schützen muss davor, dass sie dann jedenfalls noch mehr arbeiten wo man ja auch merkt.
00:09:56: Also das finde ich auch eben sehr spannend.
00:09:57: Viele glauben ja, dass wir Menschen von Natur aus sehr faul sein.
00:10:02: Dass wenn man uns keine festen Arbeitszeiten gibt und wenn wir Homeoffice machen, dass nicht mehr gerade auslaufen sondern den jungen langen Tag auf Facebook oder Instagram verbringen.
00:10:13: Aber dabei bleibt eben unberücksichtigt, dass da einerseits natürlich noch dieser Peer Pressure ist.
00:10:17: Auf der anderen Seite ist da hoffentlich auch in gewisser Weise eine intrinsische Motivation diese Arbeit gut machen zu wollen und das zeigt natürlich irgendwo diese Entwicklung auch ganz gut, dass Menschen teilweise nicht nur arbeiten weil sie Geld verdienen wollen sondern gegebenenfalls auch andere Faktoren eine Rolle spielen.
00:10:36: Ja, definitiv!
00:10:38: Da fällt mir jetzt gerade noch die Debatte ein zum bedingungslosen Grundeinkommen wo ja auch immer so behauptet wird Nee dann arbeitet keiner mehr oder alle liegen nur auf der faulen
00:10:48: Haut.
00:10:49: Wie ist Deiner?
00:10:50: Das lässt
00:10:51: sich nicht mit einem pauschalen Ja und Nein beantworten, sondern ich habe da letztens eine ganz spannende Diskussion in einem Podcast gehört.
00:11:03: In dem philosophischen Radio war das glaube ich meine Ich weiß leider nicht mehr wie der Interview geast hieß aber er hat ein Buch dazu geschrieben das wird gerade erst rausgekommen ist Und der plädiert ganz klar für das Grundeinkommen, sagt aber auch dass letztendlich um das BGE einführen zu können braucht es zunächst eine Diskussion darüber.
00:11:18: Es brauchen erst mal.
00:11:19: überhaupt müssen Fragen gestellt werden wie soll das Ganze ausgestaltet werden?
00:11:25: also wie soll so ein bedingungsloses Grunderkommen aussehen?
00:11:28: weil wenn man jetzt schon in die Debatten reinschaut ich glaube der Werner Götz hat in den Raum mal gestellt, das sollte tausend Euro sein.
00:11:37: Da gab es einen großen Aufschrei wo gesagt wurde na nein, da ist viel zu wenig und davon kann man nicht leben.
00:11:42: weil ich glaube auch dass das spannende an dem bedingungslosen Grundeinkommen ist nicht das Grundeinkommen weil prinzipiell gibt es das ja durch Hartz IV.
00:11:52: also im Prinzip ist da ja irgendwo eine Absicherung die leider natürlich mit einer großen Stigmatisierung einhergeht eben diesen Voraussetzungen, die wir dafür erfüllen müssen.
00:11:59: Sondern spannender bedingungslosen Grundeinkommen ist das Bedingungslose.
00:12:02: Also dass es einem zur Verfügung gestellt wird ohne dass daran Bedingung geknüpft werden.
00:12:06: im Prinzip und das hat dieser Interviewgast in diesem Gespräch gesagt Es ist eigentlich kein...es ist ein neues Gesetz was eingeführt werden wird.
00:12:15: Das ist eine neue Richtlinie.
00:12:18: Eine Reform, eine Weiterentwicklung der Gesellschaft Und das geht nicht von heute auf morgen sondern darüber muss man sich unterhalten Und natürlich auch sich drunter halten, wie man damit umgeht.
00:12:28: Wenn
00:12:29: tatsächlich bestimmt auch Menschen sagen werden ich arbeite nicht mehr.
00:12:32: Mir reichen keine Ahnung, wenn ein Angehörmnis fährt jetzt ´thausendfünfhundert´ oder.
00:12:35: ´tausendzweihundert.
00:12:37: Das reicht mir davon kann ich leben.
00:12:39: Wird es geben?
00:12:40: Oder auch natürlich Berufe die einfach keine hohe Attraktivität kein hohes gesellschaftliches ansehen genießen.
00:12:46: Dann wird's bestimmt auch menschenleben, die sagen Ich schmeiß mein Job hin!
00:12:50: Ich hab da keine Lust mehr drauf, ich suche mir was anderes und sich dem überhaupt auch das von einer Perspektive zu betrachten und sich zu fragen, okay diese Menschen scheinen diesen Beruf ja gar nicht
00:12:59: freiwillig zu machen.
00:13:01: Wir brauchen aber diese Menschen, wir brauchen Menschen die dieser Arbeit erledigen, die ja irgendwie anstrengend wahrscheinlich ist.
00:13:11: dann muss man gucken wie bekommt man diese Menschen ohne Zwang dazu?
00:13:15: Wie kann man das Ganze wirklich attraktiver gestalten?
00:13:19: Und ich glaube das kann in vielerlei Hinsicht wirklich weitreichende Perspektiven eröffnen.
00:13:25: Und ich glaube, also in meiner Meinung nach ist es definitiv der nächste Schritt zur Weiterentwicklung aber muss sich eben über die Ausgestaltung genannten machen oder auch alternative Konzepte wie zum Beispiel Die Commons könnte man auch sich noch darüber unterhalten, die eine Alternative dazu oder eine Ergänzung darstellen.
00:13:45: Ja!
00:13:46: Ich glaube auch das es sehr wichtig ist dass man darüber einfach auch redet und nicht sofort So darin verfällt zu sagen, nee funktioniert nicht.
00:13:54: Keiner würde mehr arbeiten oder dass man sich einfach bei Alternativen unterhält oder darüber spricht wie kann das denn aussehen?
00:14:01: Oder wie könnte es aussehen?
00:14:03: ja ich habe da auch letztens ein Buch drüber gelesen also sehr spannendes Thema.
00:14:08: kam dann auch nochmal die Frage auf naja aber was ist mit dem multimillionär?
00:14:14: sollte der das dann auch bekommen?
00:14:16: klar sollt ihr erst bekommen, weil es ist ja bedingungslos.
00:14:18: Aber da ging dann auch wieder so eine Diskussion los in dem Buch und auf jeden Fall ein sehr spannendes Thema.
00:14:25: Auf jeden Fall!
00:14:25: Also ich glaube auch das braucht noch mehr Raum für um darüber zu diskutieren und die unterschiedlichen Meinungen auch zu hören.
00:14:34: Ja jetzt hast du vorhin gesagt und das steht auch glaube ich auf deiner Webseite dass dir bisher noch keine Berufsbezeichnung eingefallen die jetzt all deine Tätigkeiten und Aktivitäten zusammenfasst.
00:14:47: Und wir haben ja auch gesprochen, man viele definieren sich über die Arbeit.
00:14:52: was sagst du denn wenn du gefragt wirst?
00:14:55: Also tatsächlich hat das mich eine ganze Weile sehr gerämt und ich mir war es immer irgendwie in einer gewissen Zeit etwas wirklich fast ein bisschen unangenehm weil ich dann immer weiter gebohrt wurde.
00:15:09: mittlerweile Sag ich meistens das, was ich gerade am intensivsten mache.
00:15:16: Im Moment würde ich sagen, ich bin ein Podcast darin und ich sage Zukunftskünstlerin weil das Kollektiv ist was ich grade mitgründe im Zukunftskunst Hamburg aber mich da auch sehr drin wiederfinden kann.
00:15:31: Zeitlang dachte ich muss das sagen womit ich Geld verdiene.
00:15:35: Manchmal sage ich einfach, ich bin Studentin.
00:15:36: Dann kommen keine großartigen Nachfragen vor allem wenn ich sag' viel du soviel und komm' so ah oh spannend!
00:15:41: Aber du musst nicht zu viel sagen.
00:15:43: Weiß nicht nachher verlieren wir uns in irgendwelchen Gesprächen über den Sinn der Welt.
00:15:50: Und würdest du sagen dass es eher die Menschen
00:15:53: neugierig macht?
00:15:54: Wenn du sagst naja du machst halt irgendwie total viel und eigentlich gibt's da nicht so eine passende Berufsbezeichnung für oder ist das eher ein Unverständnis?
00:16:04: Das kommt wahrscheinlich auch auf die Person an?
00:16:06: Ja, ich glaube das ist schon sehr typabhängig.
00:16:10: Grundsätzlich bin ich bisher eigentlich eher auf Interesse gestoßen, dass die meisten nachgefragt haben.
00:16:16: Viele glauben auch, es ist nicht ganz unsicher alles oder vielleicht auch sehr anstrengend wenn man so viele unterschiedliche Projekte und Tätigkeiten verfolgt.
00:16:27: Ist es auch durchaus zeitweise, möchte gar nicht verneinen aber... Ich glaube, dass das Mensch oder was mir einfach immer auch bei mir selber auffällt.
00:16:38: Wenn ich Menschen begegne die etwas tun, wo ich im ersten Moment vielleicht nicht daran gedacht oder was ich nichts auf dem Schirm hatte dann interessiert mich das weil es irgendwie vom Status quo abweicht und weil es mich vielleicht mein eigenes sein und tun hinterfragen lässt.
00:16:58: So ging es mir damals, als ich BWL studiert habe und dachte, ich werde eben Unternehmensberaterin und werde so eine klassische Konzernkarriere machen.
00:17:06: Und dann war eine in diesem Konzernen, wo ich damals ein Praktikum gemacht hab die irgendwie ein bisschen anders war.
00:17:13: Sie hat damals eine Yoga-Lehrerausbildung gemacht und sie hat meditiert.
00:17:16: Die war jetzt nicht irgendwie so extrem isotirisch aber irgendwie hatte sie etwas sehr Interessantes an sich.
00:17:25: Da bin ich dran geblieben.
00:17:28: Wir sind immer noch sehr, sehr gut befreundet und ich glaube eben dass es das auch braucht immer wieder, dass wir auf andere Wege stoßen.
00:17:41: Spannend!
00:17:41: Und wenn du sagst, du hast ja BWL studiert und wolltest Unternehmensberaterin werden, ab wann war dir das ungefähr klar?
00:17:50: Kannst du das noch...
00:17:52: dass ich Unternehmensberaterin bin.
00:17:54: Also, ich habe schon immer... also ich würde sagen, ich war schon immer ein Mensch der viele unterschiedliche Dinge gerne getan hat.
00:18:02: Ich war irgendwie immer sehr vielseitig interessiert und nie irgendwie so'n Kind was eine Sache extrem gut konnte.
00:18:07: Also ich war zwar immer sportlich als Kind, Sport hat mich irgendwie glaube ich so mein gesamtes Leben bis heute irgendwie immer begleitet, aber nie leistungsbezogen tatsächlich auch.
00:18:18: Ich habe auch permanent zwischen Sportarten gewechselt.
00:18:22: Und ich hab dann erst mal nach dem Abitur, dass diese Phase wirklich während des Abiturs und nach dem abitur hat mich echt fast oder könnte man schon sagen in eine depressive Phase gebracht.
00:18:33: Ich bin erstmal auch wirklich krank geworden weil ich mich so stark unter Druck gesetzt habe das ich dachte ich müsste jetzt mit acht zu neunzehn genau wissen was ich machen möchte habe dann erst mal angefangen, ich hab dann European Studies angefangen zu studieren Europa Wissenschaften auch nur ein Semester.
00:18:51: Dann habe ich nochmal Kulturwissenschaften angefangen eigentlich beides sehr interessante Studiengänge.
00:18:58: aber bei Kulturwissenschaften irgendwann hatte ich Angst, dass das sozusagen so im klassischen Sinne nichts aus mir wird.
00:19:05: Also wenn dann immer die Frage kam ja möchtest du mal Taxi fahren werden?
00:19:09: Konnte ich damals zu dem Zeitpunkt, weil ich konnte damit nicht umgehen und mich dann weiter unter Druck gesetzt und hab dann zur BWL gewechselt.
00:19:16: Und dann in der BWl-Welt, in der ich dann war, war es für mich irgendwie dann die logische Schlussfolgerung auch wenn's eigentlich gar nicht so einen starken Bezug dazu hat aber dass sich dann irgendwie diesen Karriereweg einschlagen Müsste, wobei ich ja heute tatsächlich auch unternehmensbratend oder ja unternehmen brate.
00:19:34: Ja also von daher so abwegig ist es nicht
00:19:36: aber auf eine andere Art und Weise oder im anderen System oder unter anderem Rahmenbedingungen?
00:19:42: Genau eben nicht konzernseitig.
00:19:46: Wobei das ja auch nicht pauschal schlecht ist überhaupt nicht.
00:19:49: Und du hast erzählt dass sich das sehr unter Druck gesetzt hat nach dem Abi und Das nehme ich eben auch war weil viele Also man hat irgendwie gar keine Zeit im Leben, wo man sich mal rausnimmt und sich mal wirklich reflektiert.
00:20:02: Was möchte ich überhaupt?
00:20:03: Weil irgendwie gefühlt in der Schule hat man dann Stress beim Abi.
00:20:07: Dann ist man am Lernen.
00:20:08: danach soll man direkt wissen was man jetzt die nächsten dreißig Jahre am besten machen will dass die Eltern irgendwie zufrieden sind oder das umfällt.
00:20:15: Gar nicht nur die Eltern sondern das ganze Umfeld.
00:20:18: Dass man immer gefragt wird ja und wie geht es jetzt weiter und was stellst du dir vor und was willst du wehren?
00:20:22: und denn mal fängt man vielleicht eine Ausbildung an nur damit wenn jetzt irgendwie was hat und keine Zeit verliert.
00:20:29: Und dann geraten viele in so ein Strudel rein, also da machen wir die Ausbildung.
00:20:33: Danach wird man vielleicht... Dann bekommt man einen Angebot zur Übernahme.
00:20:36: Da denkt man sich, ja, da mache ich das erst mal!
00:20:40: Und irgendwann nimmt es halt so einen Verlauf an und irgendwann stellt man fest, eigentlich ist gar nicht das, was ich machen möchte.
00:20:47: aber auch dann fällt es den meisten unheimlich schwer zu kündigen und zu sagen, ich nehme jetzt mal die Zeit.
00:20:53: Ich glaube davor haben viele Angst in der Luft zu hängen und nicht wissen wie's weitergeht.
00:20:59: Das habe ich auch noch einmal bei dir so rausgehört dass du da eben auch einen wahnsinnigen Druck erlebt hast.
00:21:06: Ja ich glaub gerade in seiner Effizienz getriebenen Gesellschaft ist das was ich beobachte... dass quasi Reflexion und Kontemplation eigentlich eher mit Faulheit gleichgesetzt werden.
00:21:23: Man muss natürlich auch klar sagen, es ist irgendwo ein gewisses Privileg.
00:21:26: nicht jede und jeder kann sich leider leisten mal eine Pause zu machen, sabbatical oder wie auch immer man das alles nennt.
00:21:36: aber grundsätzlich glaube ich ist es extrem wichtig im Moment in dem Leben zu haben, indem man mal konkreten Plan hat, wie es weitergeht.
00:21:45: Indem man Zeit hat, so gesagt hast zu reflektieren sich dabei im Klaren zu sein.
00:21:51: Wie fühlt sich das eigentlich gerade für mich an?
00:21:54: Also wie möchte ich eigentlich mein was bedeutet für mich ein gelungenes Leben jetzt in diesem Moment?
00:22:01: und wie du gesagt hast die Gesellschaft, die Wirtschaft fördert uns ja auf permanent uns selbst aber auch unser Lebensläufe dahingehend zu optimieren, noch mehr rauszuholen.
00:22:14: Das ist letztlich dieses Selbstverwirklichungsparadigmas.
00:22:17: Es gibt nicht mehr... Also der Fokus wurde von dem wir wollen als Gesellschaft Fortschritt das war ja letztendlich mal so die große Utopie.
00:22:25: Wir wollen als gesellschaft fortschritt wir wollen dass es unseren Enkeln mal besser geht.
00:22:29: Wir wollen irgendwie das klassische Bild.
00:22:33: Vor einigen Jahrzehnten war ja noch so die Familie mit Haus und Garten und Hund.
00:22:38: Das war dieses Bild, das gilt heute eher als irgendwie veraltet, als fast schon vielleicht spießig kleinbürgerlich konservativ.
00:22:47: Und jetzt ist sozusagen im Fokus vor allem dieses ich muss weiterkommen!
00:22:54: Ich muss mich irgendwie herausstehen, ich muss einzigartig sein.
00:22:56: wir können heute in einer globalisierten Welt uns auch mit jedem und jeder vergleichen.
00:23:01: Also wir haben ja durch die sozialen Medien im Prinzip können wir permanent schauen, wer schneidet noch besser ab.
00:23:07: Auf LinkedIn kann man doch mittlerweile glaube ich sein Gehalt offenlegen und im Prinzip sich überall vergleichen.
00:23:15: Und ich glaube das einerseits hat das irgendwo Vorteile weil man dadurch vielleicht auch tatsächlich eher etwas findet was einem Freude bereitet.
00:23:22: auf der anderen Seite dann sorgt es natürlich für enorm Druck und dieses Gemeinschaftsgefühl geht natürlich auch
00:23:28: verloren Und das erlebe ich sogar, dass es nicht nur die jungen Leute belastet oder beschäftigt sondern tatsächlich auch Männer Mitte fünftig.
00:23:38: Oder so die Aussagen naja in den sozialen Medien man vergleicht sich ständig Man hat immer irgendwie den Eindruck man muss jetzt noch mehr machen noch mehr Gas geben sich weiter verbessern.
00:23:48: und
00:23:49: Ich glaube auch gerade natürlich also wir arbeiten immer mehr länger gefühlt Also gefühlt nicht nur länger, sondern das Rentenalter wird ja bestimmt auch noch weiter angehoben.
00:24:02: Und ich glaube natürlich auch gerade im Hinblick auf die Digitalisierung stellen sich auch viele die Frage, wie soll ich da eigentlich noch mithalten?
00:24:08: Wenn es letztendlich auch dann vielleicht Maschinen gibt, die das alles viel besser können.
00:24:15: Wo werde ich eigentlich noch benötigt?
00:24:17: Wo ist meine Relevanz?
00:24:18: also ob wir da nicht eventuell in eine Massenarbeitslosigkeit dahingehend dorthin bewegen wo Menschen eigentlich sich selbst überflüssig gemacht haben?
00:24:31: und Deswegen ist da eben diese Relevanz, sich zu überlegen was macht uns dann eigentlich als Menschen aus?
00:24:37: Weil ich glaube kaum einer möchte in einer Technokratie leben die hauptsächlich von Computern und Technik gesteuert wird.
00:24:47: Gibt es ja viele Beispiele über die stark diskutiert wird von Robbenbabies, die dem enten Patienten in die Hand gedrückt werden bisschen zu völlig automatisierten Krankenhäusern oder auch Schulen, Kindergärten.
00:25:03: Ich weiß nicht also würdest du dein Kind in einem Roboter-Kindergärtner?
00:25:10: Es gibt Dinge wo wir eigentlich doch irgendwie... Wir wären theoretisch vielleicht abdingbar aber so wirklich vorstellen mag man sich
00:25:16: das nicht.
00:25:17: Ja möchte mal noch nicht!
00:25:20: Was ich jetzt noch... Also du hast eben auch gesagt so dieses Leben irgendwie, Familie verheiratet zwei Kinder vielleicht ein Haus bauen.
00:25:27: Das ist spießige Leben in Anführungszeichen was für immer mehr Leute vielleicht nicht mehr ganz so attraktiv ist aber es trotzdem auch Leute gibt die das eigentlich gerne leben und da drin total aufgehen und glücklich sind weil sich völlig in Ordnung finde.
00:25:41: Weil jeder muss ja mal wissen... Was passt zu mir?
00:25:44: Und ich erlebte aber auch gerade so bei Frauen, die vielleicht Kinder bekommen.
00:25:48: Auch so ein Druck!
00:25:48: Weil früher war es ja irgendwie auch normal dass die Frau vielleicht zu Hause geliehen ist jetzt sich um die Kinder gekümmert wenn's finanziell ging... Aber damals ging das halt oftmals noch vor paar Jahren.
00:25:59: und jetzt ist es aber so, dass ich da auch so einen Druck erlebe,
00:26:01: dass
00:26:02: eigentlich Frauen sagen Ich würde eigentlich lieber zuhause bleiben und mich um die kinder kümmern, aber das geht hier nicht und dass sie dann auch so ein druck eigentlich von außen wahrnehmen.
00:26:12: Naja, erstmal ist es finanziell vielleicht für viele Familien auch gar nicht mehr möglich so wie früher.
00:26:18: Aber
00:26:19: selbst wenn das möglich ist... Ja, die Frau ist sich gar nicht erlaubt weil sie denkt okay wer bin ich denn dann wenn ich nur zu Hause bin oder was sagt in das Umfeld?
00:26:28: Und eigentlich ist ja eher so die frau die dann irgendwie alle stemmen muss.
00:26:31: Die muss irgendwie die perfekte Hausfrau sein.
00:26:34: Die muß alles im Griff haben, die muß aber noch arbeiten gehen, die muss eben die Kinder kümmern, noch attraktiv sein und Sport machen.
00:26:43: Ja, das ist tatsächlich so eigentlich was du gerade gesagt hast.
00:26:45: Das Sinnbild dieser Effizienzgesellschaft.
00:26:49: Einerseits ist es natürlich ein großer Gewinn und ein Fortschritt, eine Weiterentwicklung dass Frauen immer mehr Frauen auch in Positionen sind die vorher von Männern dominiert waren und das ist zum Teil ja auch bisschen sicher.
00:27:05: leicht aufbricht.
00:27:07: Im Sinne von teilweise kann man eben beobachten, dass auch Männer sich die in Vaterzeit oder den Kinder... wie nennt sich das?
00:27:17: Aber grundsätzlich gehe ich da total mit dir konformen, dass das da noch ganz viel passieren muss.
00:27:23: Einerseits ist da diese gefühlte Freiheit von... Ich kann jetzt auch weiterarbeiten aber auf der anderen Seite ist da eben auch nicht dieser Akzeptanz da einerseits wenn eine Frau sagt, ich habe mich aber dazu freiwillig entschlossen dennoch zu Hause zu bleiben.
00:27:36: Ich sehe mich dennoch als emanzipierte Frau und das ist meine Entscheidung und das bedeutet genauso Emanzipation wie zu sagen ich arbeite weiter Und das darf eine Gesellschaft dann eben auch tolerieren.
00:27:48: und gerade natürlich auch was die Männerrolle angeht, ist da noch ganz viel Raum.
00:27:55: Da darf viel mehr noch darüber diskutiert werden im öffentlichen Raum weil ich glaube für Männer es nicht leicht überhaupt als Chance war zu nehmen.
00:28:05: Weil wenn man sich das mal bewusst macht, darüber hatte ich mal mit Robert Franken gesprochen der... sich schon seit Jahren stark macht für eine gleichberechtigte Gesellschaft, dass letztendlich Männer im Prinzip eigentlich nur eine Wahl haben.
00:28:19: Männer haben die Wahl Karriere machen oder eben keine und das ist eigentlich keine Option und Frauen haben diese Wahl zwischen Kinderkriegen und Karrieren dass sich das im Prinzip wandelt, dahingehend, dass beide diese Optionen haben.
00:28:37: Aber ich glaube es ist letztendlich wie vieles ein Prozess und aber durchaus eben wünschenswert, dass es da mehr Optionen gibt so dass wir letztendlig möglichst die Belastung verteilen.
00:28:51: Ja.
00:28:54: Magst du noch was jetzt mal kurzer Themenwechsel zu deinem Kollektiv sagen?
00:29:00: Warum's da genau geht!
00:29:02: Du hast ja schon bisschen angedeutet.
00:29:05: Es ist wirklich noch in den Kinderschuhen, kann man sagen.
00:29:08: Also bei mir persönlich ist einfach was ich jetzt festgestellt habe in den fast drei Jahren Selbstständigkeit dass es mir einerseits auch wirklich fehlt an einem Team etwas zu machen das ich Lust hab gemeinschaftlich für mich etwas einzusetzen wo's nicht um mich geht und ich nicht im Vordergrund stehe und immer diese One-Woman Show gebe Was mir auch durchaus Spaß macht.
00:29:32: Und der Grundgedanke ist eben mit diesem Kollektiv Zukunftskunst Hamburg, dass wir wie gesagt Menschen ermutigen wollen alternative Zukünfte mitzugestalten und sich selbst im Sinne eines erweiterten Begriffs angelehnt an Josef Boyz.
00:29:48: Er war ein Künstler damals gewesen, der neben seiner kreativen Schaffenszeit auch sich gesellschaftspolitisch engagiert hat und auch viel hinterfragt hat Und der hat eben gesagt, jeder Mensch ist ein Künstler und wir möchten gerne dahingehend Menschen auch ermutigen sich als Künstlerin zu begreifen.
00:30:10: Wir gestalten immer bewusst wie unbewusst und ich glaube einfach dass es teilweise an möglichen zukünften mangelt gerade durch den Konsum, den uns diese Welt ja auch bietet.
00:30:26: Der uns sehr behaglich macht was einerseits schön ist.
00:30:29: das Leben ist durchaus in einigen Lebensbereichen lebenswerter geworden aber ich glaube Konsum alleine reicht mich für ein lebenswertes Leben und da mitzudenken aber eben auch wirklich etwas zu gestalten und sich mehr als Gestalterin als Konsumenten wahrzunehmen.
00:30:49: Und da wollen wir eben gerne, wir sind derzeit noch zu viert so ein bisschen gratis kerntieben weil ja auch erst mal ganz viele Prozesse überhaupt organisiert werden müssen.
00:30:59: Dass unsere Idee ist im Prinzip die fünf Akteure Wirtschaft Politik Wissenschaft Die Zivilbevölkerung also auch im Sinne von Alt Institution und Initiativen und einzelne Bürgerinnen und Bürgern zusammenzubringen im Sinne der siebzehn Sustainability Goals, also die siebzen Nachhaltigkeitsziele an Fragen arbeiten zu lassen oder sich Fragen zu stellen gemeinsam und daraus wirklich auch aktive Projekte hervorzubringen.
00:31:32: Die dann Hamburg zu einer hoffentlich noch lebenswerteren Stadt machen.
00:31:37: Und das vielleicht auch Vorbildcharakter hat für andere Städte, Orte... Genau!
00:31:42: Das machen wir mit dem Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt und Energie zusammen.
00:31:48: Der hat nämlich oder die haben einen da der Präsident Professor Dr.
00:31:52: Uwe Schneidewind ein sehr tolles Buch geschrieben.
00:31:54: Die große Transformation ist ein dicker Klopper aber trotzdem sehr lesenswert.
00:32:00: Also kann ich empfehlen und wir haben uns halt gedacht Mensch Ich glaube nicht jeder hat Bock diesen Klopper zu lesen Lass uns doch etwas machen was letztendlich so eine Brücke schlägt.
00:32:08: Und ja das Institut war nicht abgeneigt im Gegenteil und hat dann gesagt, lass uns das machen.
00:32:15: Und da sind wir jetzt aber noch in den Anfängen.
00:32:17: Ja, ja, aber cool!
00:32:19: Also ich weiß, ich erlebte dich auch als jemand der einfach sehr schnell ins Machen kommt.
00:32:24: Ja wie gefällt's?
00:32:26: Einige sehen es immer um mir als Stärke.
00:32:28: Ich hatte auch durchaus seine positiven Seiten auf jeden Fall wenn mich nicht beklagen.
00:32:33: Auf der anderen Seite ist es natürlich auch so dass sich oft... direkt in etwas hinein steige und sofort irgendwas mache und tue und umsetze.
00:32:43: Und dann feststelle Hopla, da waren ja noch irgendwie vier fünf andere Projekte... ...und jetzt balanciere ich die alle gleichzeitig irgendwie!
00:32:50: Ich habe immer wieder meine Phasen im Jahr wo ich denke verdammt.
00:32:54: was machst du hier eigentlich Marijena?
00:32:56: Die mich dann aber auch wieder zum Hinterfragen anregen.
00:32:59: Da gibt es das schöne Buch von Barbara Scher Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast.
00:33:05: Es ist jetzt nicht so vom Lieblingsbuch, aber von der Message her konnte ich mich da in vielerlei Hinsicht einfach ganz gut wiederfinden.
00:33:14: Ich glaube, ich war der Teller-Jungler oder so in ihrem Modell und hat insofern ganz gut gepasst.
00:33:18: Ja was kenne ich sehr gut!
00:33:21: Aber das finde auch auf der einen Seite wirklich... Auch ein wichtiges Thema, dass man aus diesem Entweder oder Denken rausgeht sondern auch einfach mal dann und hinsetzt mit Ausrufezeichen und sagt ich muss mich nicht immer entscheiden für A oder B. Ich kann auch einfach sagen ich mache A und B wenn ich das möchte und bereit bin die Energie dafür aufzuwenden
00:33:42: Ja, und natürlich auch die gesellschaftlichen Konventionen zu hinterfragen.
00:33:46: Also es ist völlig natürlich dass wir immer unter dem Einfluss stehen.
00:33:51: also letztendlich der Mensch entwickelt sich ja gerade dadurch das wir in Gemeinschaft leben, dass wir Erziehung genießen, dass Freunde haben, dass Wir zur Schule gehen
00:34:01: usw.,
00:34:02: dass wir in einer Gesellschaft leben aber eben auch immer wieder zu hinterfragen.
00:34:07: Wie dienlich ist mir gerade das Bild, was ich von mir habe?
00:34:10: Das Bild von dem wie ich glaube sein zu müssen.
00:34:13: Es ist auch eine Frage die ich mir immer mal wieder stelle wer glaube ich grade sein zu wissen und da es ganz spannend wenn ich dann wirklich mal kurz stehe bin und dass irgendwie mal auf mich wirken lasse was dann kommt und ja kann ich nur empfehlen.
00:34:29: Ja auch wichtig, dass es innehalten dass man nicht immer nur irgendwie am Machen ist und am
00:34:35: Tunen, das
00:34:36: ist ein hamster Rat.
00:34:36: Und wenn man sich wirklich auch mal einen Moment Zeit nimmt um zu reflektieren finde ich auch ganz wichtig.
00:34:42: Ich find' es impliziert hat, weil man reflektiert sagt, das impliziert immer so oft oder bei mir sehr schnell diesen Gedanken.
00:34:47: Ich muss mich jetzt hinsetzen und meditieren aber es ist ja wirklich oft einfach mal dieses Nichts... Es muss ja nicht dieses Hinsetzen sein und sich stundenlang Gedanken machen, aber sei es wirklich einfach mal tief durch zu atmen.
00:34:59: Und so eine Frage auf sich wirken zu lassen oder auch einfach mal diese Frage aufzuschreiben offenbar ist das bei Papier und einfach mal runterzukriegseln was da so kommt.
00:35:09: Hast du zum Schluss noch ne Buhrempfehlung?
00:35:12: Für die Führer.
00:35:14: Ich weiß, du liest sehr viel und totalist ja auch immer sehr viel.
00:35:16: Ja, wobei momentan, wie es sich tatsächlich fast nur für meine Uni etwas, weil das gerade sehr viel Leselstoff ist... Ein persönliches oder eines meiner Lieblingsbücher ist auf jeden Fall von Hermann Hesse, sie Data.
00:35:31: Das wird überhaupt nicht Kontext, aber wobei ist es auch, dass es ja irgendwie so eine Reise geht ganz viel um Sinnfindung Kann ich nur empfehlen, es ist sehr einfach und schön zu lesen.
00:35:43: Hesse hat ja eine schöne Art zu schreiben finde ich Und ansonsten überlege ich gerade noch... Ja das von Schneidewind Vielleicht hat er jemand Interesse.
00:35:55: Also die große Transformation Die Kunst gesellschaftlichen Wandels glaube ich.
00:36:01: Ich hab's auch noch nicht gelesen.
00:36:02: Das werde ich mir dann auch noch mal vornehmen.
00:36:05: Ja erstmal vielen Dank
00:36:07: für das Interview.
00:36:08: Sehr
00:36:08: gerne.
00:36:19: Das
00:36:19: war das Interview mit Marilena und ich hoffe sehr, es hat dir gefallen.
00:36:22: Und du konntest ein paar Denkanstöße für dich mitnehmen!
00:36:26: Ihre Buchempfehlung den Podcast Sinneswandel und die Instagram-Profil verlinke ich dir natürlich alles
00:36:32: in den Shownots.
00:36:33: Ich danke Dir fürs Zuhören und für Deine Zeit und würde mich freuen wenn Du nächste Woche wieder rein hörst.
00:36:39: Hinterlasse mir in der Zwischenzeit gerne einen Feedback denn ich freue mich
00:36:42: immer über Rückmeldung
00:36:44: zu meinem Podcast.
00:36:45: Bis zum nächsten Mal, deine Nina.