00:00:03: Hallo und herzlich willkommen im Zukunftsmut Podcast.
00:00:06: Deinem Podcast für Zukunftsgestaltung und Zufriedenheit im Job!
00:00:10: Ich bin Juliane Rossier, ich zeige dir wie du trotz aller Unsicherheiten im Innern- und Außen deinen beruflichen Weg mutig selbstbestimmt und voller Zuversicht gestalten kannst – ganz nach dem Motto «Zukunftslust statt Zukunftsfrust».
00:00:30: Kennst Du diese Tage an denen du abends auf dem Sofa sitzt?
00:00:33: Und dich fragst was habe ich heute eigentlich
00:00:35: gemacht?!
00:00:36: Du warst den ganzen Tag beschäftigt, bis von einem Termin zum nächsten Gesprungen hast Emails beantwortet.
00:00:42: Zwischendurch noch schneller ein paar Dinge erledigt und trotzdem hast du das Gefühl nicht wirklich was geschafft zu haben.
00:00:48: Und irgendwie fühlt sich alles wahnsinnig anstrengend an.
00:00:51: dabei ist vielleicht gar nichts besonderes passiert keine Krise kein außergewöhnliches stressiges Projekt keine dramatischen Ereignisse.
00:01:00: Es war einfach nur ein ganz normaler Arbeitstag.
00:01:03: Und genau darüber möchte ich heute mit dir sprechen, über die Frage warum sich unser Alltag manchmal so schwer anfühlt und was wir tun können um wieder mehr Leichtigkeit hineinzubringen.
00:01:14: Denn ich glaube das Leichtigheit etwas ist wonach sich unglaublich viele Menschen sehen gerade in einer Arbeitswelt die immer schneller komplexer und unsicherer wird.
00:01:23: Und gleichzeitig habe ich den Eindruck dass wir uns das Leben an vielen Stellen selbst unnötig schwer machen mich eingeschlossen.
00:01:30: Vielleicht hast du mitbekommen, dass ich am ersten Oktober mein neues Selbsexperiment gestartet habe.
00:01:36: Ich möchte mir ein ganzes Jahr Zeit nehmen, um herauszufinden wie ich mehr Leichtigkeit in mein Leben bringen kann und zwar nicht nur im Sinne von weniger Besitz oder weniger Verpflichtungen sondern vor allem im Kopf.
00:01:47: Denn ich habe in den vergangenen Jahren immer wieder festgestellt dass sich mich im Urlaub oft unglaublich leicht fühle.
00:01:53: Ich hab wenig Gepäck dabei muss nicht groß überlegen was ich anziehe habe kaum Termine und kann relativ spontan entscheiden worauf ich Lust habe Und dann komme ich nach Hause und innerhalb kürzester Zeit, ist dieses Gefühl wieder verschwunden.
00:02:06: Plötzlich gibt es wieder unzählige Aufgaben, Entscheidungen, Verpflichtungen und auch Erwartungen.
00:02:12: Dabei frage ich mich was genau verändert sich eigentlich?
00:02:16: Denn natürlich ist mein Alltag nicht mein Urlaub!
00:02:19: Ich habe einen Job, meine Selbstständigkeit verschiedene Projekte und Verpflichtung.
00:02:23: aber muss ich deshalb alles so schwer anfühlen vor allem vor dem Hintergrund das mir meinen Job ja wirklich viel Spaß macht?
00:02:30: Ich glaube nicht, und deshalb möchte ich heute mit dir einige Gedanken teilen die mich gerade sehr beschäftigen.
00:02:36: Dabei geht es mir ausdrücklich nicht darum dass wir uns einfach nur besser organisieren müssen denn manchmal ist nicht die Menge unserer Aufgaben das Problem sondern die Art und Weise wie wir mit ihnen umgehen.
00:02:47: Und eine der wichtigsten Erkenntnisse die ich in den vergangenen Jahren über mich gewonnen habe Ist, wie groß mein Bedürfnis nach Selbstbestimmung ist?
00:02:55: Ich möchte selbst entscheiden können was ich wann und wie mache.
00:02:59: Und ich merke unglaublich schnell wenn mir dieses Gefühl verloren geht zum Beispiel wenn mein Kalender voller Termine ist dann habe ich manchmal das gefühl dass sich nicht mehr über meinen tag bestimme sondern mein kalender über mich und das stresst mich.
00:03:13: interessanterweise können sogar termine sein auf die ich mich grundsätzlich freue.
00:03:17: Es geht also gar nicht unbedingt darum, ob eine Aufgabe angenehm oder unangenehm ist.
00:03:22: Sondern darum, dass ich das Gefühl habe selbstbestimmt zu handeln.
00:03:25: und genau hier liegt aus meiner Sicht ein ganz entscheidender Schlüssel zur Mehrleichtigkeit.
00:03:30: In der Psychologie sprechen wir von Bedürfnis nach Autonomie.
00:03:33: Gemeint es damit nicht, dass wir immer alles alleine machen oder unabhängig von anderen Menschen sein müssen sondern dass wir unser Handeln als selbstbestimmter Leben haben, dass Wir das Gefühl haben Einfluss nehmen können.
00:03:45: Und wenn dieses Bedürfnis dauerhaft zu kurz kommt, kann selbst ein eigentlich schöner Job unglaublich anstrengend werden.
00:03:52: Solange dir dieses Bedirfnis eben wichtig ist!
00:03:55: Deshalb lohnt es sich einmal genauer hinzuschauen wie viel von einem Arbeitstag gestaltet du eigentlich selbst und wieviel passiert weil andere Menschen etwas von dir erwarten?
00:04:05: Vielleicht kannst du deine Arbeitszeit nicht frei bestimmen.
00:04:07: vielleicht hast du viele Meetings oder feste Abläufe aber möglicherweise gibt es trotzdem kleine Spielräume.
00:04:14: Du kannst zum Beispiel entscheiden, wann du deine E-Mails bearbeitest.
00:04:18: Welche Aufgaben du zuerst erledigst – ob du bei jedem Meeting dabei sein musst oder ob du dir Bewusstheit für konzentriertes Arbeiten reservierst.
00:04:26: Es geht also nicht darum plötzlich die vollständige Kontrolle über dein Kalender zu haben sondern darum, dir ein Stück Gestaltungsspielraum zurückzuholen Denn Leichtigkeit entsteht häufig schon dann wenn wir wieder das Gefühl bekommen selbst am Steuer zu sitzen.
00:04:40: Vorausgesetzt ist natürlich, dass die Autonomie wichtig ist.
00:04:45: Ein zweiter Punkt der mich beschäftigt ist die Menge an Dingen, die wir permanent im Kopf haben.
00:04:50: Kennst du das?
00:04:51: Wenn du eigentlich gerade an deine Aufgabe arbeitest und dir plötzlich einfällt, dass du noch jemandem antworten musst oder dass du unbedingt noch einen Termin vereinbaren etwas bestellen oder eine Idee festhalten wolltest und schon bist du gedanklich ganz woanders.
00:05:04: Du wirst also rausgerissen aus dem was du gerade machst.
00:05:08: Ich kenne das sehr gut.
00:05:09: ich habe nehme ich immer unglaublich viele Ideen und interessiere mich für viele unterschiedliche Themen.
00:05:15: Und manchmal ist das natürlich wunderbar, es ist auch eine sehr große Stärke von mir aber es führt auch dazu dass ständig neue Projekte Aufgaben und Möglichkeiten in meinem Kopf aufploppen.
00:05:28: Ich kann die natürlich gar nicht alle umsetzen.
00:05:31: Und das wiederum stresst mich dann, denn ich finde diese Idee ja dann toll und möchte unbedingt die Idee auf die Straße bringen – kann es aber nicht weil ich einfach nicht genügend Kapazitäten für all meine Ideen habe!
00:05:43: Nur weil ich eine Idee habe bedeutet das ja auch noch lange nicht dass sich sie auch umsetzen muss, aber oft ist das dieser Domino-Effekt in meinem Kopf.
00:05:52: Das heißt, ich habe eine Idee und sie landet selbstverständlich auf meiner To-do Liste.
00:05:57: Und ich glaube dass wir häufig unterschätzen wie anstrengend dieser mentale Ballast sein kann denn unser Gehirn beschäftigt sich nicht nur mit den Dingen die wir gerade tun sondern auch mit all den unerledigten Aufgaben offene Entscheidungen und Dinge die wir auf keinen Fall vergessen wollen.
00:06:13: und besonders anstrenden wird es wenn wir ständig zwischen verschiedenen Themen hin und her springen.
00:06:20: Und genau deshalb können wir uns nach einem Tag Viele kleine Aufgaben und Unterbrechungen völlig erschöpft fühlen, obwohl wir gefühlt nichts Großes geschafft haben.
00:06:29: Was hilft?
00:06:30: Für mich ist ein erster Schritt meinen Kopf zu entlasten also Ideen und Aufgaben an einem zentralen Ort festzuhalten anstatt zu versuchen alles im Kopf zu behalten.
00:06:39: aber ich habe auch gemerkt dass allein reicht nicht denn wenn ich einfach nur jede Idee auf eine Liste schreibe hab ich irgendwann eine riesige Liste die mich dann wiederum auch total stress, weil ich natürlich weiß.
00:06:50: Ich kann diese Liste ja niemals abarbeiten.
00:06:52: Deshalb finde ich eine zweite Frage noch viel wichtiger muss sich das wirklich machen?
00:06:58: Also nicht sich zu fragen wann mache ich das sondern muss ich das überhaupt?
00:07:04: Die Idee ist zwar prima und die würde vielleicht auch total viel Sinn machen Und trotzdem kann ich mich ja dagegen entscheiden sie auch wirklich umzusetzen.
00:07:12: Das heißt die frage muss ich dass überhaupt machen hat unheimlich viel Potenzial.
00:07:19: Gerade für Menschen, die hohe Ansprüche an sich selbst haben, viele Verantwortung übernehmen und ständig neue Möglichkeiten sehen, sich immer wieder daran zu erinnern nicht jede gute Idee muss umgesetzt werden, nicht jeder Anfrage muss angenommen werden und nicht jede Aufgabe verdient unsere Zeit.
00:07:37: Und damit kommen wir zu einem Punkt den ich besonders spannend finde denn manchmal sind es gar nicht die äußeren Anforderungen, die uns unter Druck setzen sondern unsere eigenen.
00:07:46: Ich gebe dir mal ein persönliches Beispiel von mir.
00:07:48: Wenn ich in den Urlaub fahre oder verreise, möchte ich vorher möglichst alles und wirklich alles erledigt haben.
00:07:55: Das heißt, ich möchte eine Zero-Inbox haben im E-Mail Postfach!
00:08:00: Ich möchte alle offenen Aufgaben abschließen.
00:08:02: Ich möchte meine Wohnung aufräumen die Wäsche machen und am liebsten noch alles blitzblank putzen denn ich liebe es nach dem Urlaub in eine ordentliche Wohnung zurückzukommen.
00:08:11: das ist erstmal natürlich auch nichts Schlechtes Denn ich freue mich wirklich, also es ist auch so wenn ich dann nach Hause komme und die Wohnung ist aufgeräumt in Ordnung.
00:08:18: Ich freue mich jedes Mal.
00:08:20: nur entsteht daraus vor dem Urlaub manchmal ein ziemlicher Stress denn Es ist nicht so dass ich einfach nur aufräume und die wohnung einmal durch putze Sondern wie gesagt ich möchte alle emails auf null haben.
00:08:32: Ich möchte alle Aufgaben abgeschossen haben Und das steht eigentlich im keinem verhältnis zu einem zweiwöchigen urlaub.
00:08:40: Das Resultat ist, dass ich vor dem Urlaub in der Woche total gestresst bin.
00:08:44: Jeden Abend arbeite, also weit nach Feierabend hinaus, dass sich quasi Überstunden mache und wirklich gestreszt bin.
00:08:55: Und ich mir jedes Mal denke das kann doch nicht sein!
00:09:01: Wenn ich ehrlich bin... Dann ist dieser Stress zu einem großen Teil natürlich selbst gemacht, weil niemand sagt mir das ja du brauchst eine Lehre in Box.
00:09:08: Du brauchst... Du musst alle Aufgaben abschließen!
00:09:11: Niemand zwingt mich dazu vor dem Urlaub noch die gesamte Wohnung auf Hochglanz zu bringen.
00:09:15: Das ist mein eigener Anspruch und genau solche Ansprüche haben wir häufig auch im Job.
00:09:20: Wir wollen besonders gute Arbeit abliefern.
00:09:22: Wir wollen zuverlässig sein.
00:09:23: Niemand enttäuschen Auf alle Fragen eine Antwort haben Und am liebsten alles perfekt machen.
00:09:28: Vielleicht denkst du auch manchmal, das mache ich lieber selbst.
00:09:32: Dann weiß ich wenigstens dass es richtig gemacht wird oder bevor ich das abgebe schaue ich lieber doch noch mal drüber.
00:09:39: Oder Ich kann auch jetzt nicht nein sagen und plötzlich wird aus einer eigentlich überschauberen Aufgabe ein riesiges Projekt.
00:09:46: dabei stellt sich die Frage Was würde eigentlich passieren, wenn wir unsere Ansprüche an der ein oder anderen Stelle etwas reduzieren und eher nach dem Achtzig-Zwanzig-Prinzip handeln?
00:09:57: Wenn wir also nicht immer hundertzwanzig Prozent geben sondern manchmal auch mit Achtzig Prozent zufrieden sind.
00:10:03: Und natürlich gibt es Aufgaben bei denen höchste Qualität entscheidend ist und es auch gut ist wenn wir an einigen Stellen die extra Meile gehen, aber eben nicht bei allen.
00:10:13: Und ich glaube wir dürfen viel Bewusstsein scheinen wo sich unser Einsatz wirklich lohnt und wo wir uns selbst unnötig unter Druck setzen.
00:10:21: Leichtigkeit bedeutet schließlich nicht dass uns Qualität egal ist sondern das wir unsere Energie gezielt einsetzen.
00:10:29: Und jetzt kommen wir zu einem Thema, das mir als Wirtschaftspsychologin und Coach besonders im Herzen liegt.
00:10:34: Denn wenn wir über Leichtigkeit sprechen dürfen wir eines nicht vergessen – was sich für den einen Menschen leicht anfühlt kann für einen anderen unglaublich anstrengend sein!
00:10:44: Ich beschäftige mich seit vielen Jahren intensiv mit den Lebensmotiven von Menschen also mit der Frage welche grundlegenden Bedürfnisse uns antreiben und was wir brauchen um uns sowohl zu fühlen Und ich kann rückblickend sagen, dass es einer der wichtigsten Schritte zu mehr Leichtigkeit in meinem Leben war.
00:11:00: Meine eigene Lebensmotive kennenzulernen und natürlich auch dann im Anschluss danach zu handeln.
00:11:06: Denn dadurch habe ich verstanden warum mir manche Dinge unglaublich leicht fallen, während mich andere total viel Energie kosten.
00:11:13: Ich brauche zum Beispiel relativ viele Ruhe und Zeit für mich!
00:11:17: Ich bin supergerne alleine, ich bilde mich gerne weiter... ...und ich arbeite gerne eingeständig konzentriert und selbstbestimmt.
00:11:25: Wenn ich den ganzen Tag aber in Meetings sitze und ständig mit anderen Menschen interagiere, kostet mich das unheimlich viel Energie.
00:11:33: Das bedeutet nicht dass sich diese Menschen oder die Meetings an sich nicht mag Aber Ich muss anschließend meine Energiereserven wieder auffüllen.
00:11:43: Ein anderer Mensch hingegen hat vielleicht ein starkes Bedürfnis nach Austausch und Geselligkeit.
00:11:48: Der bekommt gerade durch die Zusammenarbeit mit anderen Menschen neue Energie, das heißt wenn dieser Mensch dann in einem Meeting sitzt mit vielen Leuten geht er gestärkt daraus und ist vielleicht euphorisch und total motiviert und geht dann wieder zurück an seine Arbeit.
00:12:05: wohin ging ich mich total erschöpft fühle.
00:12:08: Und wenn der Mensch wiederum den ganzen Tag allein im Homeoffice sitzt was ich zum Beispiel sehr liebe, kann sich das für ihn unglaublich anstrengend anfühlen.
00:12:18: Dasselbe gilt für das Thema Struktur!
00:12:20: Manche Menschen lieben klare plänefeste Abläufe und Ordnung.
00:12:24: andere empfinden genau das als Einschränkung und wünschen sich mehr Spontanität in ihrem Alltag Und deshalb bin auch skeptisch wenn uns irgendwelche Ratgeber zählen dass wir nur diese eine Morgenroutine etablieren oder unseren Kalender nach einem bestimmten Prinzip organisieren sollen Denn was für den einen Menschen wunderbar funktioniert, muss für den anderen überhaupt nicht passen.
00:12:47: Leichtigkeit entsteht aus meiner Sicht nicht dadurch dass wir irgendein vermeintlich perfektes Lebensmodell übernehmen sondern dadurch das wir unser Leben möglichst gut an unseren eigenen Bedürfnissen austrichten und das gilt für unser ganzes Leben aber natürlich auch ganz besonders für den Beruf Denn du kannst einen objektiv tollen Job haben, gut verdienen, nette Kolleginnen und Kollegen haben.
00:13:09: Und trotzdem jeden Tag unglaublich viel Energie verlieren!
00:13:13: Das höre ich immer wieder auch von meinen Klientinnen und KlientInnen, dass sie abends sehr schöpfne Hause kommen eigentlich keine Kraft mehr haben sich mit Freunden zu treffen oder was Schönes zu machen sondern sich vielleicht nur noch berieseln lassen wollen auf dem Sofa von irgendeiner Reality Show und dann irgendwann müde ins Bett gehen Einfach weil die Art wie man arbeitet, nicht zu den eigenen Bedürfnissen passt.
00:13:36: Und das ist natürlich schade weil wir verbringen so viel Zeit bei der Arbeit dass die Arbeit kein Ort sein sollte wo wir super viel wo uns Energie gezogen wird sondern im besten Fall sollen uns die Arbeit ja auch Energie geben und vor allem sollten wir abends nicht so erschöpft nach Hause kommen, dass wir überhaupt gar keine Energie mehr für unser Privatleben haben.
00:13:58: Deshalb lohnt sich immer die Frage Was gibt mir im Arbeitsalltag Energie und was kostet mich Energie?
00:14:05: Und vor allem, was davon kann ich beeinflussen.
00:14:08: Kann ich Aufgaben die mir wahnsinnig viel Energie klauen, kann ich sie delegieren, kann Ich sie minimieren in meinem Alltag?
00:14:16: Wie kann ich damit umgehen?
00:14:18: Manchmal hilft es auch einfach das offen zu kommunizieren!
00:14:21: Und dann wiederum wie kann ich mehr Aufgaben in meinen Alltag ziehen Die mir Energie schenken?
00:14:27: Manchmal sind das schon kleine Veränderungen, die hier einen großen Unterschied machen können.
00:14:32: Ein weiterer Gedanke den ich gerne mit Detail möchte ist unsere permanente Suche nach Optimierung.
00:14:38: Gerade wenn du für dich Persönlichkeitsentwicklung interessierst kennst du das vielleicht?
00:14:42: Wir wollen produktiver werden gesünder leben mehr Sport machen besser schlafen Unsere Finanzen optimieren uns weiterbilden und natürlich auch noch achtsamer sein.
00:14:51: Und für jedes dieser Themen gibt es unzählige Bücher Podcasts Apps und Methoden.
00:14:57: Ich selbst finde das auch alles grundsätzlich sehr spannend, aber manchmal frage ich mich ob wir uns durch diesen permanenten Wunsch nach Verbesserung nicht selbst auch das Leben schwer machen.
00:15:08: Denn jede neue Methode bedeuteten zunächst einmal Wiederveränderungen!
00:15:12: Wir müssen uns damit beschäftigen, Entscheidung treffen, neue Gewohnheiten etabliern und irgendwann wird sogar die Suche nach Leichtigkeit zu einem weiteren Projekt auf unserer To-du Liste.
00:15:22: Das wäre natürlich ziemlich absurd... Deshalb möchte ich bei meinem Selbsexperiment ganz bewusst darauf achten, nicht einfach nur immer neue Routinen und Regeln einzuführen sondern vor allem auch Dinge wegzulassen.
00:15:34: Weniger Entscheidungen treffen zu müssen, weniger Verpflichtung zu haben, weniger Dinge um die ich mich kümmern muss – und vielleicht auch weniger Erwartungen an mich selbst!
00:15:43: Denn nicht alles im Leben muss optimiert werden.
00:15:45: Manchmal darf auch etwas einfach nur gut genug
00:15:47: sein.".
00:15:49: Zum Abschluss möchte ich dir drei Fragen mitgeben, mit denen du deinen eigenen Arbeitsalltag einmal genauer betrachten kannst.
00:15:55: Die erste Frage lautet... Die zweite Frage lautet, was brauche ich damit sich mein Alltag leichter anfühlt?
00:16:22: Und hier geht es wieder um deine persönlichen Bedürfnisse.
00:16:25: Brauchst du mehr Ruhe, mehr Austausch, mehr Klarheit, mehr Abwechslung, mehr Selbstbestimmung?
00:16:31: vielleicht stellst du fest dass du gar nicht weniger arbeiten möchtest sondern einfach anders das du nicht weniger Verantwortung möchtes sondern mehr Gestaltungsspielraum oder dass du nicht grundsätzlich unzufrieden mit deinem Job bist einfach nur mit bestimmten Rahmenbedingungen, die sich aber verändern lassen.
00:16:48: Und die dritte Frage lautet?
00:16:51: Was kann ich ab morgen konkret verändern?
00:16:53: Denn ich glaube wir machen häufig den Fehler, dass wir Veränderungen viel zu groß denken.
00:16:58: Wir glauben, wir müssten gleich unseren Job wechseln und unser Leben komplett umorganisieren oder sämtliche Gewohnheiten auf den Kopf stellen.
00:17:05: Dabei kann Leichtigkeit auch durch kleine Entscheidungen entstehen!
00:17:09: Vielleicht sagst du eine unnötige Besprechung ab vielleicht reservierst du dir jeden Morgen eine Stunde für konzentretes Arbeiten.
00:17:16: Vielleicht entscheidest du dich, eine Aufgabe bewusst nur gut genug zu erledigen und nicht mit hundertzwanzig Prozent.
00:17:23: Oder du lässt eine Sache einfach komplett weg weil sie eigentlich im Grunde genommen gar nicht wichtig ist.
00:17:29: Wichtig ist nur dass du nicht ausgerechnet aus diesen drei Fragen wieder eine riesige neue To-Liste machst.
00:17:35: Entscheide dich für eine Sache die du einfach morgen mal ausprobieren kannst!
00:17:40: Was ich in den ersten Wochen meines Selbsexperiments bereits merke ist, dass Leichtigkeit kein Zustand ist, den wir irgendwann erreichen und dann für immer behalten.
00:17:50: Es wird immer Phasen geben, indem unser Alltag voller ist, in denen wir gefordert sind und in denen sich manche Dinge auch schwerer anfühlen.
00:17:59: Und das ist auch völlig in Ordnung!
00:18:00: Mir geht es deshalb nicht darum ein Leben ohne Anstrengung zu führen – das möchte ich hier nochmal sagen.
00:18:05: Ich möchte mich natürlich weiterhin herausfordern, neue Dinge lernen und Ziel erreichen.
00:18:10: Und manche Dinge erfordern nun mal Einsatz- und Durchhaltevermögen und auch dass wir die extra Meile gehen.
00:18:16: aber ich möchte genauer unterscheiden lernen welche Anstrengung ist sinnvoll weil sie mich meinen ziel näher bringt und welcher anstrengungen entsteht nur weil ich mir selbst unnötig das Leben schwer mache.
00:18:28: denn ich glaube dass darin ein ganz wesentlicher unterschied liegt.
00:18:31: Leichtigkeit bedeutet für mich nicht, dass alles einfach ist sondern das nicht alles schwer sein muss.
00:18:38: Ich werde mich in den kommenden Monaten auf jeden Fall weiter mit diesem Thema beschäftigen und dich mitnehmen in mein Selbsexperiment Nicht nach dem Anspruch am Ende eine perfekte Anleitung für ein leichtes Leben gefunden zu haben, sondern mit der Neugier herauszufinden was tatsächlich für mich persönlich einen Unterschied macht.
00:18:57: Und vielleicht hast du ja Lust dich selbst einmal zu beobachten und mir vor allem bei meinem Selbsexperiment zu folgen!
00:19:04: Und vielleicht noch mal zum Abschluss, du siehst also.
00:19:07: Leichtigkeit hat ganz viel damit zu tun die eigenen Bedürfnisse zu kennen und das Leben möglichst gut danach auszurichten.
00:19:14: Und genau deshalb möchte ich in der nächsten Folge noch etwas tiefer in das Thema einsteigen.
00:19:19: wir beschäftigen uns In der nächsten Folge nehme ich mit deinen Lebensmotiven und mit der Frage, warum uns manche Dinge unglaublich leicht fallen während andere uns wahnsinnig viel Energie kosten.
00:19:29: Und vor allem wie du dieses Wissen nutzen kannst um dein Alltag so zu gestalten dass er besser zu dir und deinen Bedürfnissen passt.
00:19:36: Denn ich bin überzeugt je besser wir uns selbst verstehen desto leichter können wir uns das Leben machen.
00:19:43: in diesem Sinne wünsche ich dir ganz viel Zukunftsmut und vor allem ein bisschen mehr Leichtigkeit in deinem Alltag.
00:19:48: Bis zum nächsten Mal, deine Juliane.